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WEIN-KISTE-Steckbrief:

 

2015 Gau-Algesheimer Goldberg Scheurebe Spätlese

Weingut Fleischmann, Gau Algesheim

 

2015 Scheurebe Sonderedition trocken

Weingut Gunnar Schweickardt

 

2014 Scheurebe extra trocken

Weibgut Posthoff Doll & Göth, Stadecken Elsheim

 

 

3 x 0,75l · Weine enhalten Sulfite

 

Preis pro Kiste: 

 

Entdecker-Kiste "Scheurebe"

Weingut-WinzervonErbach-ErbacherHonigberg-AlteReben-Riesling-trocken-2014

44,90 €

  • leider ausverkauft

Scheurebe: Fast vergessene             Traube reussiert

In den letzten Jahren erfahren die aromatischen sogenannten Bukettrebsorten hierzulande und auch international eine kleine Renaissance. Insbesondere die jüngeren Weinfreunde schätzen das intensive Aroma dieser Rebsorten, gepaart mit einer angenehm frischen Fruchtsäure und dezenter Süße. Die Scheurebe gehört zu den eher jüngeren Vertretern dieser Aromasorten.

 

Dennoch wird sie in diesem Jahr 100 Jahre alt, die von Georg Scheu entwickelte Reben-kreuzung. Mit der Bezeichnung „S88“ hatte der aus Krefeld stammende Rebenzüchter den Sämling 2016 in Alzey gepflanzt. Georg Scheu hatte zuvor Erfahrungen im Rheingau gesammelt und konnte sich mit den asketischen Rieslingen nicht anfreunden. Deshalb wollte er Rebsorten züchten, die fruchtiger, aromatischer und milder waren, als es der Rheingauer Riesling zur damaligen Zeit sein konnte.

 

Nach heutiger Genanalyse war der Sämling „S88“ eine Kreuzung der Rebenzüchtung aus Silvaner und Trollinger mit Riesling. Erst 1936 aber wurde die neue Bukettsorte in Ertragsanlagen gepflanzt und erhielt zunächst den Namen „Dr. Wagner – Rebe“. Nach 1945 erhielt die Scheurebe wieder ihre Sämlingsbezeichnung S88, bis es 1956 zum Eintrag in die Sortenliste mit der Bezeichnung des ehemaligen Züchters kam. In Österreich wird die Sorte übrigens heute noch mit der Bezeichnung S88 vermarktet.

 

Getragen von der Süßweinwelle hatte die Scheurebe Ihren Höhepunkt in den 1960er und 1970er Jahren. Da stillte die Nachkriegsgeneration ihren Nachholbedarf an Süßem. Doch wie gewonnen, so zerronnen wurde die Scheurebe in den 1990ern Opfer der Trockenwelle, die jetzt trotzig ganz Deutschland überrollte und jeden Liebhaber restsüßer Weine zum Dilettanten degradierte.

 

Noch 1989 waren allein in Rheinland-Pfalz noch 3.700 Hektar mit Scheurebe bestockt. Heute sind es deutschlandweit nur noch etwas mehr als 1.400 Hektar, von denen allein über 50 Prozent in Rheinhessen stehen, dem Mutterland der Scheurebe.

 

Die zu den Buketttrauben zählende aromatische Sorte stellt durchaus Ansprüche an die Lage. Sie ist üppig im Wuchs und empfindlich für Rebkrankheiten. Auch für Laien ist sie im Weinberg leicht an einem kleinen Fähnchen an den Blättern zu erkennen, das genau da senkrecht steht, wo der Stiel am Blatt endet.

 

Mit der aktuell im Trend liegenden Bukettrebsorte Sauvignon Blanc, dem Shooting-Star unter den deutschen Weißweinen, gewinnt auch die Scheurebe wieder an Beachtung. Winzer erinnern sich der traditionellen Profile. Konsumenten fragen wieder häufige nach.

 

Dabei erinnert das betonte Bukett meist an schwarze Johannisbeeren oder Cassis und bisweilen auch an exotische Früchte wie Maracuja oder Mango. Die edelsüßen Varianten zeichnen sich durch eine lange Haltbarkeit und große Finesse aus.

 

Die verschiedenen Ausbaustile und Qualitätsstufen ermöglichen eine vielfältige Verwendung von Scheurebe¬weinen. Dabei bietet sich der leichte Kabinettwein für die gesellige Runde an, trockene bis halbtrockene Weine empfehlen sich als Begleiter zur aromatisch-würzigen asiatischen Küche und edelsüße Auslesen oder Beeren- und Trockenbeerenauslesen passen hervorragend zum fruchtigen Dessert.

 

Wir haben anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Scheurebe eine eigene Entdecker-Kiste kreiert. Dafür haben unsere WEIN-KISTE-Scouts im Mutterland der Bukettrebe nach typischen und ausgezeichneten Vertretern gesucht. Die 2015er Gau-Algesheimer Goldberg Scheurebe Spätlese aus dem Gau-Algesheimer Weingut Fleischmann beispielsweise wurde mit zwei ersten Preisen gekrönt: Bei der diesjährigen DLG-Bundesweinprämierung und beim 1. Internationaler Scheurebe-Preis 2016 des Mainzer Fachverlags Fraund.

 

 

 


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