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Den eigenen Weinkeller gestalten

Zeige mir deinen Weinkeller und ich sage dir, wer du bist!

Wein trinken ist das eine, ihn zuhause lagern, etwas Anderes. Wein ist ein pflegebedürftiges Gut. Alltagsweine zwar kann man unproblematisch kaufen, kühlen und konsumieren. Wenn es aber um die mittel- und langfristige, wertbeständige Lagerung geht, müssen Regeln eingehalten werden. Groß ist sonst der Frust, wenn Wein überaltert ist, sich die Etiketten ablösen oder Mottenfraß am Korken zehrt.

 

Damit der Traum eines eigenen Weinkellers aber nicht erst nach teuren Umbauten Realität wird und wegen der Investitionen nur noch eine Angelegen-heit für Weinfanatiker ist, haben wir hier einige Dinge rund um den privaten Weinkeller zusammengetragen. Ob im modernen Keller von Einfamilien- oder Reihenhäusern, ob im Gewölbe von Altbauten. Jeder der Lust auf seinen eigenen Weinkeller hat, findet hier wertvolle Anregungen.


Die Qual der Wahl zwischen Konsum- und Sammlerwein

Der Wunsch nach einem Weinkeller tut sich meistes dann auf, wenn die magische Grenze von 250 Flaschen erreicht ist. Dieser Umfang ist das klassische Sortiment eines Weinliebhabers ohne Ambitionen, dessen Weinkonsum aber bei rund einer Flasche pro Tag liegt. Neben der täglichen Bouteille darf es zu Festtagen schon mal etwas Anspruchsvolleres sei. Für größere Gesellschaften wird schnell beim Lieblingswinzer für Nachschub gesorgt. Der Wert eines solchen kleinen Kellers kann schon bei rund 10.000 Euro liegen.

 

Wer sich auf 1500 Flaschen hochgearbeitet hat, ist schon ein Profi. Eine solche schöne Sammlung erreicht schnell einen Wert um 30.000 Euro und will folglich gehegt werden. Da mehr als ein vertrinkbarer Jahresvorrat gelagert wird, kommt man jetzt schon nicht ohne Buchführung aus. Der Anteil der mittel- und langfristig zu verkostenden Weine muss zunehmen. Bei einer optimalen Trinkfähigkeit von etwa 10 Jahren muss bei bestimmten Flaschen entschieden werden, ob sie zum Konsum gedacht sind oder doch schon als Liebhaberstück gesammelt werden sollen.

 

Wer privat um die 3000 Flaschen sein Eigen nennt, ist ein passionierter Weinliebhaber. Ausgehend von einem durchschnittlichen Fassungsvermögen von 250 Flaschen pro Lagermeter, werden da etwa zwölf laufende Meter für einen Weinkeller fällig. Soviel Rebensaft ist eine regelrechte Kapitalanlage von etwa 80.000 Euro. Hier geht es nicht mehr nur ums pure Trinken, sondern ein solcher Kellermeister handelt auch mit kostbaren Einzelflaschen.

 

Was sind Sie für ein Weintyp?

Das Sinus Institut Heidelberg hat sechs Grundtypen des Weinkonsumenten erarbeitet.

Es beginnt mit dem ,,anspruchslosen Traditionellen".  Wein ist hier nur ein Teil des Lebensmittelverbrauches und wird eher situativ getrunken. Null Klientel für einen Weinkeller!

 

Die zweitgrößte Gruppe der Weintrinker ist der ,,Experimentierer". Das goldgelbe Nass ist ein fester Bestandteil des Haushalts, wird aber kaum systematisch getrunken.

 

Die Kategorie ,,ambitionierter Weintrinker" charakterisiert einen trendigen Umgang mit Wein. Ihm macht es Spaß, Strömungen zu folgen, er ist vom Lifestyle der Weinwelt fasziniert.

 

Bei den ,,Weinliebhaber" fängt die Lust an Kennerschaft und Lagerhaltung an.

Den Adelstitel ,,klassische Weinkenner" erhalten nur ganz wenige Weintrinker. Trockene Weine und eine hohe Toleranzbreite zeichnen diesen Typus aus, der soliden Genuss und Neugierde zu vereinigen weiß.

Die Kunst des Flaschenstapelns

Für die konkrete Lagerung von Weinen gibt es nur zwei Systeme: Regale und Klimaschränke. Stapelsysteme aus Holz sind allgemeiner Standard. Es ist eine Frage der Ästhetik und der Brieftasche, ob man mit Fertigware aus dem Handel arbeitet, oder sich Maßarbeiten fertigen lässt.

 

Abonnenten des in Johannisberg beheimateten Rheingau-Riesling-Spezialisten WEIN-KISTE erhalten ihren exklusiven Tropfen regelmäßig in schicken handgezimmerten Frontlader-Kiste. Stapelbar und in verschiedenen Größen zu interessanten Regalen verbaubar.

 

Natürlich müssen die Flaschenausformungen berücksichtigt werden, damit beispielsweise Bocksbeutel oder Magnum Flaschen sicher verwahrt werden können. Beim Wohnaccessoires-Markt werden viele dekorative Mini-Weinregale angeboten. Die sehen vielleicht schön aus, für professionelle Weinlagerung aber sind sie kaum geeignet. Rotweinliebhaber benutzen diese Staumöglichkeit um den Rebensaft kurzfristig auf konsumierfähige Raumtemperatur zu bringen.

 

Am besten ist ein einheitliches Konzept für die Lagerung. Einzelkojen pro Flasche eignen sich sehr gut. Sie erleichtern das Auffinden von Flaschen, nutzen den Platz optimal und verhindern Bruch. Gesteinswaben aus dem Baumarkt, die aus Ton, Beton und anderen Stoffen produziert werden, sind solide Lagerstätten und ermöglichen einen unkomplizierten Anbau. Mit ihren atmungsaktiven Poren als Speicherkapazität wirken sich positiv auf das Raumklima.

Komfortausstattung für Wein-Freaks und die sich dafür halten

Bei Klimaschränken sind zwei Typen zu unterscheiden. Konstante Temperaturen sind erforderlich wenn es um die reine Lagerung geht. Hier ist ein Weinlagerschrank richtig. Ist kein geeigneter Weinkeller möglich, können solche Weintresore mit einem durchschnittlichen Fassungsvermögen von rund 250Flaschen einen kleinen Weinkeller ersetzen. Inzwischen mit Fensterfronten ausgestattet sehen sie auch sehr attraktiv aus.

 

Für Degustationen, besonders wenn mal Rotweine und dann wieder Weißweine versorgt werden müssen, sind variable Temperaturen nötig. Ein Weintemperierschrank ist dann notwendig.

 

Hilfreiche Kellergeister sind ferner technische Instrumente. Mit einem Hygrometer misst man die Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Flaschen-anhänger oder Beschriftungssysteme für die Regale erlauben eine Übersicht ohne ständiges Herausziehen der gefüllten Glaskörper. Moderne Lagerhaltung erfolgt nicht mehr in Weinkladden. Dafür gibt es mittlerweile leistungsfähige Apps für Smartphone oder Tablet. Freizeit-Kellermeister können sie für kleines Geld im Appstore herunterladen.


Allgemeine Regeln für einen richtig guten Weinkeller:

  • Gleichbleibende Lagertemperatur               von 10-12 Grad
  • Ideale Luftfeuchtigkeit zwischen                   75-80 Prozent
  • Möglichst kein Lichteinfall
  • Belüftungsmöglichkeit um Muff und Schimmel zu vermeiden
  • nicht neben Chemikalien oder anderen geruchsintensiven Dingen lagern, da Weine durch den Korken atmen
  • übersichtliche Regalbauten
  • ein kontrollierbares Klimasystem
  • eine praktikable Weinverwaltung

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Kommentare: 1
  • #1

    WEIN-KISTE Redaktion (Donnerstag, 14 November 2019 17:28)

    In der KW 45/46 2019 haben ALDI und LIDL kleine Weinklimaschränke im Angebot.
    ALDI: Weinschrank von Medion für 149 € kommt mit Dual-Temperaturzonen und lagert bis zu 12 Flaschen.
    LIDL: KLARSTEIN Weinkühlschrank »Vivo Vino« für 18 Flaschen zum Preis von 129 €

Wenn Sie fragen haben oder weitere Informationen benötigen, erreichen Sie uns unter 

Tel. +49 171 140 8873 oder per email an: info@wein-kiste.de

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